Nachdem wir uns als Sieger des Bezirkspokals für den Verbandspokal qualifiziert und dort sogar überraschend die erste Runde überstanden hatten, gelang uns im Viertelfinale fast die große Sensation gegen Schönaich. Siege von Philipp und Jürgen konnten die Niederlagen von Ludwig und Rafael zwar noch ausgleichen, nach Feinwertung kamen aber die favorisierten Gäste weiter, womit eine unglaubliche Pokalsaison für uns endete.

Nachdem wir im Viertelfinale des Bezirkspokals uns noch gegen Schönaich hatten durchsetzen konnten, reisten die Gäste im Viertelfinale des Verbandspokal in starker Besetzung an und zeigten sich vorher in den E-Mails zwischen den Mannschaftsführern auch sehr siegesgewiss.
Der schnelle erste Punkt an Brett 3 sollte den Gästen Recht geben. Nachdem Ludwig in der Saison schon zweimal mit Weiß gegen die Sizilianische Verteidigung schlecht aussah, hatte er sich diesmal einen neuen Aufbau zurechtgelegt. Leider versäumte er die Rochade im Glauben einen Bauern zu gewinnen, wenige Züge später war die Stellung bereits verloren.
Die Schlussstellung zeigt Ludwigs traurigen weißen König, der im Zentrum hängengeblieben ist:

Ab jetzt sollten die Schönaicher aber etwas zum Grübeln bekommen, Philipp glich nämlich an Brett 4 gegen den klar favorisierten Jugendspieler aus. Theoriesicher in der Eröffnung erhielt er früh eine Gewinnstellung, wenn er in dieser Stellung auf Rochade und Königsangriff gesetzt hätte:

Die dynamischen Vorteile für Philipp verschwanden, sein Gegner kam jetzt sogar in Vorteil, wenn er seine Stellung umsichtig verteidigt hätte. Dies gelang ihm aber nicht und Philipp gewann einzügig die Dame und die Partie.
Ich hatte an Brett 1 wie im Bezirkspokal wieder den FM Stukenbrook als Gegner und konnte mir nach Eröffnung und Mittelspiel mit den schwarzen Steinen eine Gewinnstellung erspielen. Ich sah in dieser Stellung auch das richtige Opfer, konnte die Gewinnvariante aber nicht zuende rechnen:

Nachdem ich unter aufkommenden Zeitdruck auch weitere Gewinnvarianten nicht mehr durchrechnen konnte, übersah ich Gegenspiel durch eine Läufer-Dame-Batterie, die mir den sicher geglaubten Sieg noch entriss.
Jürgen an Brett 2 spielte solide durch die Eröffnung bis ins Mittelspiel, verirrte sich dann aber mit einem Springer, was ihn die Leichtfigur für zwei Bauern kostete. Glücklicherweise übersah sein Gegner dann in dieser Stellung, dass sein Bauer mit Schach hing, was Jürgen in starker Manier zum Sieg ausnutzte:

Eine tolle Pokalreise ging damit zuende, die beispiellos in der Vereinsgeschichte vom Schachclub Stetten ist.

Herzlichen Glückwunsch an die Spieler und vielen Dank für den Einsatz in dieser langen Saison!