Normalerweise wäre um den Nikolaustag herum (Morgen!) unser übliches Nikolausblitzturnier gewesen. Aber was heißt hier wäre: in Zeiten von Corona kann man das ja dann online durchführen. Glühwein und Gutsle musste jeder zuhause bereithalten, aber sonst war alles bereit. Und da Online leichter zugänglich ist, haben wir im Vorfeld natürlich unsere Mitglieder angeschrieben, aber auch einige befreundete Schachclubs aus der Nähe. 1 Tag vor dem Turm am 3.12. sah es noch etwas dünn aus, wollten wir doch ehrgeizige 11 Runden Schweizer System spielen. Und dazu braucht man eben mindestens 12, und nicht nur 7 Spieler, wie damals angemeldet.

Aber 1 Stunde vor Beginn des Turniers ging es dann ab: die Anfragen trudelten ein, auch während des Turniers kam noch eine rein. Am Ende hatten sich 19 Spieler aus den Clubs Stetten, Leinfelden, Böblingen und Vaihingen eingefunden, dazu noch Spieler, die Rafael auf YouTube folgen bei ich-lerne-schach.de. Und das bewegte sich von gut 2200 bis runter zu Difu, der ein paar Partien bei den Erwachsenen mitspielen wollte, mit guten 1400. Ganz ambitionierte hatten sich sogar den Zugang zu Discord, unserem Sprach-Channel besorgt, in dem es zwischenzeitlich hoch herging.

Das Turnier selbst war das übliche Blitzturnier, mit am Ende einem verdienten Sieger, Markus aus Leinfelden, vor Bernd aus Leonberg, gefolgt von Jonathan aus Stetten. Punktgleich kam noch Robin ein, gefolgt von dem Feld.

Hier die 3 Erstplatzierten des Turniers

Alle waren hinterher sehr angetan von dem abwechslungsreichen Event. Schön war, einige der Schachbekannten und -freunde aus anderen Vereinen mal wieder zu hören. Und toll, dass Frank, ein ehemaliges Mitglied den Weg zu uns gefunden hat, und durchaus vorne mitmischen konnte.

Hier noch einige der Partien, die sehenswert waren. Robin gelang ein mutiges Opfer gegen Frank, mit einem sehenswerten Ende.

Markus setzte eher ein negatives Highlight. Da rächt es sich, wenn einem 5:0 zu langweilig ist, und man meint, Bullet (1 Minute für die ganze Partie) spielen zu müssen.

Jonathan hatte einige schöne Partien, hier sein Sieg, der einzige Verlust des Siegers des Turniers. Ich habe auf Kommentare verzichtet, da das über meinen Horizont geht. Wir steigen ein bei Zug 25, Jonathan hat einen Bauern weniger und laut Stockfish +4 Vorteil. Seine Läufer … Ich habe die Zugzeiten dringelassen, am Ende hatten beide nur noch wenige Sekunden.

Fritz stieg erst später ein, holte dann aber 5 Punkte aus 5 Partien (+ 1 Bye). Eine schöne gelang ihm gegen den Zweiten des Turniers.


4 Kommentare

Rafael · 5. Dezember 2020 um 19:49

Bei mir ging es gut los und ließ stark nach, 11 Spiele gegen so starke Gegner schlauchen doch. Schön aber, dass dann doch noch so viele mitgespielt haben.

Sebastian · 5. Dezember 2020 um 20:09

Hat viel Spaß gemacht. Besonders gegen stärkere Gegner kann man viel lernen. Beim Damenzug gegen Markus war ich ziemlich blind und hab einfach den Damenzug automatisch gepremoved, um im gleichen Moment zu erkennen, dass sie ja hängt. Als dann Markus nach qualvollen 1.28 Sekunden (nicht ganz ein Premove) Sd4 spielt, bin ich aus allen Wolken gefallen. Im Gegenzug hat dann bei zwei Gegnern die Zeit für Mattsetzen nicht gereicht, insgesamt geht das Ergebnis in Ordnung😂.
Vielleicht lässt sich ja eine Art Fortsetzung einrichten.
Grüße nach Stetten aus Niederbayern.

    Markus · 5. Dezember 2020 um 20:32

    Du hast Recht, kein Pre-Move, sondern nur schnell einen „logischen“ Zug bei „normaler“ Antwort gezogen. Ich hab meine Lektion gelernt. Die Eröffnung solltest du dir trotzdem mal anschauen:-)

      Sebastian · 6. Dezember 2020 um 10:46

      Ja, die Traxler-Counterattack muss ich mir wirklich nochmal ansehen 😉 Ein zweites Mal hab ich nicht so viel Glück.

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