Nachdem wir mit einigen Kindern nun schon seit 1,5 Jahren schachlich unterwegs sind, wollten wir schauen, wie so ein richtiges Turnier funktioniert. Die Magstädter haben da viel Erfahrung damit, immerhin war ihr Turnier schon die Nummer 16. Da wollten wir hin! Da wir das alles gut vorbereitet hatten, und auch rechtzeitig Eltern und Kinder informiert hatten, haben wir uns am 12.3. um 8:45 (ja, Schach ist Arbeit) auf den Weg nach Magstadt gemacht. Und es waren nicht nur die 9 Kinder dabei (und natürlich die Trainer Robin und Markus), sondern auch 5 Elternautos. Damit waren auch genügend Schlachtenbummler zur Unterstützung dabei.

Dort angekommen, musste man sich (nochmal) schriftlich registrieren, und auch die Gebühr für das Turnier bezahlen. In der großen Turnhalle waren lange Reihen von Tischen aufgebaut, aufgrund der Anmeldung waren die Turniere so geplant:

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  • U8 (Timo) und U10 (Eric, Christian, Amy) in einem Turnier mit in Summe 31 Kindern
  • U12 (Saif, Hannah, Jana, Alex) in einem Turnier mit 25 Kindern
  • U14 und U16 (Nico) gemeinsam in einem Turnier mit ~ 14 Jugendlichen

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Die Veranstalter brauchten noch eine Weile, so dass man sich noch 30 Minuten die Zeit vertreiben musste. Was macht man, bevor es losgeht? Na ja, Schachspielen natürlich. Einige werden noch vom Trainer instruiert, was nun gleich auf sie zukommt, und dann geht es (fast) pünktlich los zur ersten Runden.

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Alle waren gespannt, was sie nun erwartet, und die Veranstalter hatten noch einiges zu erklären. So war unseren Kids auch neu, dass man bei einem ersten falschen Zug bei Reklamation vom Schiedsrichter eine gelbe Karte bekommt, beim zweiten ist das Spiel dann verloren. Entsprechend ernsthaft ging es zur Sache.

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Schnell war klar, dass hier die Bäume nicht in den Himmel wachsen werden. So wurden einige Partien überraschend schnell beendet. Eric z.B. saß einem kleinen chinesischen Mädchen gegenüber, dass aber die Eröffnungstheorie voll drauf hatte. Andere vergaßen die Anweisungen der Trainer, auf ihren Händen zu sitzen, und erst zu ziehen, wenn sie ganz sicher waren, und zogen statt dessen ganz schnell und leider oft auch fehlerhaft. Amy kämpfte mehrfach bis zum Ende, bei einer Partie waren nur noch die beiden Könige auf dem Brett, so dass Amy, trotz gefallener Zeit bei der Gegnerin, leider nur einen halben Punkt bekam.

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Zwischen drin konnte man sich im Cafe stärken, einen Schwatz halten, oder auch an der Wii Mario Kart zocken. Auch die Nicht-Schachspieler konnten so den langen Tag (das Turnier ging von 10:00 – 16:00 Uhr) gut hinter sich bringen.

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Nach jeder Runde wurde der aktuelle Zwischenstand ausgehängt, so konnte sich jeder orientieren, wie er im Gesamtfeld lag, und ob noch Chancen nach oben bestehen. Zum Glück war das den meisten Kindern aber egal, sie hatten verstanden, dass es heute darum ging, wer am meisten Erfahrungen sammelte, und nicht, wer am Ende den Pokal bekommt (auch wenn das schön gewesen wäre).
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Am Ende waren alle froh, als das Turnier vorbei war. Jedes Kind hatte nach seinen Möglichkeiten sich angestrengt, teils unglücklich verloren, aber auch hin und wieder einen glücklichen Punkt eingesackt. Jeder bekam eine Urkunde, manche sogar noch einen kleinen Preis, und am Ende die Trainer (für ihre Mannschaft) noch etwas süßes, was in der nächsten Schach-AG schon verteilt und vertilgt wurde.

Vielen Dank an alle, die sich so toll engagiert hatten, gleichermaßen an Eltern, Spieler und Trainer. Und gute Besserung an Jan Philipp, damit er beim nächsten Turnier wieder fit ist und voll Tatendrang teilnehmen kann.

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2 Kommentare

Ulrike · 20. März 2016 um 17:50

Toll geschrieben und auf den Punkt gebracht. Schachbrett für den Osterurlaub ist eingepackt. Danke für das tolle Training, die Organisation und die unendliche Geduld.

Beata · 21. März 2016 um 18:31

Super gemacht.Weiter so und danke für alles.

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