Die BIL-Schule in Stuttgart etabliert sich immer mehr zum festen Austragungsort nicht nur der Bezirks-Jugendmeisterschaften, sondern auch von WAM, WJP- und SSG-Turnieren. Was heißen diese ganzen Abkürzungen? Und wie haben die Stettener Vertreter/-innen abgeschnitten?

Die Schulschach-Grandprix-Turniere sind für Schul-AG-Kinder, die noch keine DWZ haben. Die Jugendpokal-Turniere für Kinder bis 12 Jahre, deren DWZ noch unter 1000 liegt. Und die Turniere der Amateurmeisterschaft sind offen für alle, also auch Erwachsene, entweder, wenn man älter als 12 Jahre alt oder die DWZ über 1000 geklettert ist. Gespielt werden diese WAMs in 4er Gruppen, der Stärke nach sortiert, so dass man immer auf halbwegs gleichstarke Gegner trifft.

Im WAM waren diesmal Difu, Kai, Jan Philipp und ich dabei.

Ja, Difu muss, obwohl er noch so jung ist, schon im WAM mitspielen, weil seine Ergebnisse zuletzt so ungewöhnlich gut waren und seine DWZ in die Höhe geschossen ist. Das hat aber zu Folge, dass Difu in Gruppe 10 richtig gute Gegner hatte, die Fehler auch schon gnadenlos bestrafen können. So reichte es diesmal nur zu Platz 4. Jede Menge Erfahrung und einen süßen Trostpreis konnte er aber auch mitnehmen. (Wie sich nachträglich rausstellte, war er an dem Tag krank. Gute Besserung!)

Kai hatte beim letzten WAM mächtig DWZ-Punkte verloren und musste daher diesmal in Gruppe 9 antreten. Das ist viel undankbarer und schwieriger, als man denkt, weil man dort hauptsächlich gegen die aufstrebenden Kinder spielen muss, die man furchtbar schlecht einschätzen kann. So erwischte ihn dann tatsächlich auch eines der mit Taktikaufgaben großgewordenen Talente ziemlich heftig im zweiten Spiel. Egal, zwei Siege und eine Niederlage reichten zum 2.ten Platz in seiner Gruppe und einige DWZ-Punkte wird es auch wieder hochgehen.

Über Jan Philipp kann man sich weiterhin nur wundern. Mit welcher Energie und welchem Einsatz er sich weiterhin im 1200er DWZ-Bereich festbeisst, ist unglaublich. In Gruppe 7 gewann zwar ungeschlagen ein etwas zu niedrig eingeschätzter Erwachsener ohne DWZ, aber dahinter waren alle punktgleich, so dass ein Stechen entscheiden musste. Und hier gewann Jan Philipp tatsächlich 3 von 4 Blitzpartien und sicherte sich damit seine verdiente Medaille für den zweiten Platz.

Ich selber rutschte wieder in die spielstärkste Gruppe 1, was immer einen ziemlich anstrengenden Tag bedeutet, wenn man drei ausgekämpfte Partien auf dem Niveau bestreiten muss. Am Ende sortierte sich aber alles der DWZ nach, so dass ich es mit zwei Siegen und einer Niederlage Jan Philipp und Kai nachtat und auch einen zweiten Platz belegte.

Das Beste aber zum Schluss. Audrey, die zuletzt in Böblingen schon ihr erstes WJPT überhaupt mitspielte in der U8, war diesmal wieder dabei und zwar im Schulschach-Grandprix, Schulklasse 1+2. Auch Dian, der Bruder von Difu, nahm dort (ebenfalls krank) an seinem ersten Turnier teil. Dort werden 7 Runden Schnellschach gespielt mit 20 Minuten Bedenkzeit. Sie schaffte ungeschlagen 5,5 Punkte aus 7 Runden, sicherte sich den ersten Platz und muss langsam über einen größeren Schrank für Ihre Pokale nachdenken. Dian schaffte es immerhin auf 3 Punkte.

Herzlichen Glückwunsch an alle!


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