Das Norway Chess Turnier in Stavanger wurde diese Jahr zum sechsten Mal ausgetragen und gilt als das am stärksten besetzte Turnier überhaupt im Schachkalender. Carlsen, Caruana, Mamedyarov, Ding Liren, Vachier-Lagrave, So, Nakamura, Karjakin, Aronian und Anand, ein Wahnsinnsfeld!

Vor allem auf Carlsen war man gespannt, war er letztes Jahr doch ziemlich von der Rolle und nur Vorletzter geworden. Und natürlich wird jedes Aufeinandertreffen mit Fabiano Caruana ganz genau beäugt im Hinblick auf die anstehende Weltmeisterschaft. Aber auch Ding Liren muss man im Auge behalten, man kann ihm förmlich zuschauen wie er von Monat zu Monat stärker wird.

Gestartet wurde mit einem Blitzturnier, das Wesley So vor Nakamura und Anand gewann. Eigentlich ja Carlsens Paradedisziplin, wurde er nur vierter und Caruana siebter. Beide trafen dann im klassischen Turnier gleich in der ersten Runde aufeinander. Und wer gewann?

Tatsächlich Carlsen, ein Sieg, der ihm gutgetan haben wird. Doch gab ihm das auch den nötigen Schwung um den begehrten Sieg beim Heimturnier zu holen? Nein, nach einer Reihe Remisen, einem weiteren Sieg und einer Niederlage reichte es „nur“ zu Platz zwei vor Nakamura und Anand, die beide ein tolles Turnier spielten.

Es gewann Caruana, schon wieder ein Turniersieg, bei dem er Carlsen hinter sich ließ. Herzlichen Glückwunsch!

Was machte unser Geheimfavorit, Ding Liren? Er spielte dreimal Remis, ehe er am Ruhetag einen Fahrradunfall hatte und an der Hüfte operiert werden musste. Ein Weiterspielen machte so keinen Sinn mehr, er stieg aus dem Turnier aus, seine Partien wurden gestrichen. Gute Besserung an den sympathischen Chinesen!


Bis Ende letzten Jahres konnte Caruana kein Turnier gewinnen, wenn Carlsen auch teilnahm. Zuletzt waren es drei: London, Grenke Classic und jetzt in Stavanger:


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