Ganz ungewohnt, dass es wieder so viele Top-Turniere gibt, aber schön!

Das German Masters in Magdeburg hat Ende Juli Luis Engel gewonnen mit klarem Vorsprung und einer Eloperformance von über 2700! Man sieht wie viel Potential der junge Spieler noch hat. Dahinter folgten punktgleich Rasmus Svane, vor Meier und Heimann.

Bei dem German Masters der Frauen gewann etwas überraschen und äußerst dominant Hanna Marie Klek aus Nürtingen. 7 Punkte aus 9 Runden und eine Eloperformance von 2500! Sie ist schon Frauen-GM, da darf man langsam anfangen von mehr zu träumen. Zweite wurde Voicu-Jagodzinsky vor Lubbe, Mütsch, Ziegenfuß und Sieber.

In Biel fand wieder der Großmeister-Triathlon statt mit Blitz-, Rapid- und klassischen Partien nach unterschiedlicher Gewichtung. Die Gesamtwertung gewann Gata Kamsky vor Alekseenko und Nihal Sarin. Der junge Sarin legt aktuell mächtig an ELO zu. Aber auch Vincent Keymer, der 6.ter von den 8 Teilnehmern wurde, spielte stark in den klassischen Partien und klettert zum ersten mal auf über 2600 im FIDE Rating.

Die Grand Chess Tour hat ihren Betrieb wieder aufgenommen und ihre drei Stopps in Europa bereits absolviert. Im August findet sie dann ihren Abschluss mit dem Saint Louis Rapid&Blitz und dem Sinquefield Cup. Aktuell führen in der Gesamtwertung Maxime Vachier-Lagrave, vor Wesley So und Mamedyarov.

Der erste Stopp war ein klassisches Turnier in Bukarest, das überraschend Mamedyarov vor den punktgleichen Aronian, So und Grischuk gewann.

In Paris wurde dann Schnellschach und Blitz gespielt, hier gewann So vor Nepomnichtchi und Vachier-Lagrave. Besonderheit im Turnier war, das Bacrot und Kramnik als Team antraten, der eine spielte Rapid, der andere im Blitz. Kramnik konnte die tolle Leistung von Bacrot im Rapid aber im Blitzen nicht veredeln, es fehlte ihm einfach die Spielpraxis.

Noch viel schlimmer erging es dann aber dem Wildcard-Team Saric und Kasparov, die beide beim Rapid&Blitz in Zagreb nicht überzeugen konnten, Kasparov sogar ziemlich desolat im Blitz. Sieger wurde Vachier-Lagrave, vor Anand und Giri.

Größtes Turnierhighlight war aber der FIDE World Cup 2021 in Sotschi, den Duda vor Karjakin und Carlsen gewann. Duda und Karjakin sind damit für das nächste Kandidatenturnier qualifiziert. Gespielt wurde im KO-Modus immer zwei Partien mit klassischer Bedenkzeit. Duda spielte das Turnier seines Lebens und besiegte unter anderem Grischuk, Carlsen und Karjakin.

Highlight war aber vermutlich der Schwarzsieg von Carlsen gegen Fedoseev im Spiel um Platz 3:

Den Frauen Weltcup holte sich, ebenfalls etwas überraschend, die Ex-Weltmeisterin Alexandra Kostenjuk gegen die nach Rating klare Favoritin Gorjatschkina. Platz 3 gewann Tan Zhongyui gegen Anna Muzychuk.


1 Kommentar

Kai · 25. August 2021 um 12:45

Sehr gute und informative Zusammenfassung der Turnierflut. Danke!

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