Die Erste pfeift aus dem letzten Loch. Findet dieses Jahr jede Begegnung mit nur 6 Spielern statt (was uns zu Beginn einfach vorkam), so ist es immer wieder mühsam, eine ganze Mannschaft zusammen zu bekommen. Dieses Mal mit einem DWZ-Schnitt von 1524, was vermutlich historischer Tiefststand ist. Aber bange machen gilt nicht! Und nachdem die Gegner mit nur 5 Spielern antraten, worauf Gert mit einem geschenkten Punkt gleich wieder die Heimreise antreten konnte, sah es doch ganz entspannt aus.

Der nächste Knaller dann am 6.ten Brett. Difu hatte wieder Weiß, und konnte auch seine neuste Waffe wieder ausprobieren, und der Gegner spielte mit. Nach sagenhaften 7 Zügen Aufgabe! Leider werden irgendwann alle mitbekommen haben, was Difu spielt, und sich darauf einstellen, aber bis dahin sollten wir die leichten Punkte einfach mitnehmen.

Aber dann wurde es zäh. Sah es am Anfang bei Stefan noch ganz gemütlich aus (rückständiger Bauer des Gegners, Doppelturm, …), aber plötzlich war ein Bauer weg. Aber Stefan kann kämpfen. Er verbiss sich in die Partie, holte den Bauer zurück, und schaffte es dann (leider wie sein Gegner), sich nach und nach 2 Damen zu holen. Am Ende remis gegeben, weil König + Dame gegen König + Dame in den seltensten Fällen gewonnen ist.

Jan Philipp spielte eigentlich seinen Lieblingsaufbau, aber plötzlich hing der König in der Mitte fest, da stand ein Isolani, und es hing noch ein Bauer. Aber Jan Philipp ist nicht so leicht zu erschrecken, und bekam die Partie nach und nach in den Griff. Sein Gegner liess einige Chancen aus, und am Ende konnte Jan Philipp sich ein Dauerschach holen, und damit den zweiten halben Punkt sichern.

Jetzt lag es bei den beiden „Senioren“, ob noch was ging. Markus hatte seine Eröffnung wieder mal misshandelt, und ein Springeropfer gegen 2 Bauern gab dann doch zu wenig Kompensation. Der Gegner behielt kühlen Kopf, und konnte dann nach der Zeitnot (beide noch 10 Züge mit < 3 Minuten) schon den Mattangriff setzen, der nicht zu verteidigen war. Chapeau! Der Gegner war heute eine Klasse zu gut, das gibt es schon mal.

Jürgen hatte lange Zeit ein wenig besser ausgesehen. Sogar am Ende, als er eine Qualität gegeben, aber dafür 2 Bauern bekommen hatte, sah es noch gewinnbar aus. Aber der luftige König wurde vom Gegner gekonnt ins Freie gezerrt, so dass Jürgen kurz vor dem Matt aufgeben musste.

Hätte, wäre, wenn … hilft alles nichts. Das ist eine seltsame Saison, und so wie sich das anlässt, spielen wir bis in den Juli hinein, jede Runde eine Wundertüte, wer zur Verfügung steht, und was der Gegner so bringt. Einfach weiter Daumen drücken, aktuell sind 4 Mannschaften mit nur 2 Mannschaftspunkten hinten zu finden, davor 2 mit 3 Mannschaftspunkten. Da sind noch jede Menge Chancen, die Klasse zu erhalten.


Hier das schöne Partieende von Jan Philipp. Er stand lange Zeit mit dem Rücken zur Wand, und sein Gegner verpasste mehrfach den Gewinn. Aber Aufgeben ist nicht, schließlich weiß Jan Philipp, was im Schach geht. Ein wichtiger halber Punkt für die Mannschaft.


1 Kommentar

Rafael · 14. März 2022 um 21:28

Das ist ein bisschen das Thema der Saison: Der „Fluch der vorderen Bretter“. Da haben wir bisher die Punkte hergegeben. Aber wenn man sieht wie stark die Gegner von Jürgen und dir gespielt haben, muss man das auch fair anerkennen.

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