Im zweiten Spiel der Kreisklasse B setzte es eine klare 0-zu-4-Niederlage für unsere zweite Mannschaft gegen Weil der Stadt 1. Schon der Start verlief unglücklich, waren wir doch zum falschen Spielort gefahren, die Gastgeber aus Weil der Stadt sahen es aber mit Humor und hatten gerne etwas auf uns gewartet.

Sie konnten auch beruhigt und zuversichtlich sein, waren Sie mit zwei 1400er, einem 1500er und einem 1300er Spieler doch deutlich besser besetzt als wir. Doch DWZ ist nicht alles, was die Spiele dann auch zeigen sollten.

Am besten startete Timo an Brett 4, der schon in der Eröffnung dem Gegner die Qualität abluchsen konnte. Leider verfing er sich dann später in einem Mattnetz seines Gegners und wurde mit Springer und Dame Matt gesetzt.

Fast zeitgleich setzte es an Brett 2 die nächste Niederlage, diesmal war Gerhard der Leidtragende. Etwas zu bedächtig in der Eröffnung sammelte der Gegner seine Figuren am Königsflügel und griff fulminant mit Springeropfer an. Da fehlte es noch etwas an Erfahrung bei Gerhard um sich besser zu verteidigen und wenige Züge später blieb nur noch die Aufgabe.

Die Hoffnung auf zumindest einen halben Ehrenpunkt lag damit auf Jan Philipp an Brett 1, der in einem leicht schlechteren Endspiel plötzlich Überhand bekam, nur um dann leider selber in einen Springerabzug zu laufen. Die dritte Niederlage war besiegelt.

Als letztes kämpfte noch Franz an Brett 3 tapfer in aussichtsloser Stellung. Gegen die ihn unbekannte Holländische Verteidigung hatte er früh eine Figur hergeben müssen und es war ein Wunder, dass er überhaupt noch 60 Züge durchhalten konnte. Tolle Einstellung! Auch als sein Gegner unerlaubt den Spielbereich verließ, obwohl er am Zug war, zeigte sich Franz nicht nur regelkundig, ermahnte den Gegenspieler, verzichtete aber fair auf eine Reklamation.

Der nächste Gegner im Heimspiel am 28.11. sind die Schachkids 2, die aktuell am Tabellenende stehen und motiviert sein werden.

[Bericht Rafael]


Franz spielt tapfer bis zum Ende nach Figurenverlust in der Eröffnung:

12345678abcdefgh
1. d4f5 Holländische Verteidigung. 2. Nf3
2. Bf4Nf63. e3g64. Be2Bg75. h4 Einfache Spielweise gegen Holländisch.
2... ... Nf63. e3g64. Bd3Bg75. Nbd2d56. O-OO-O7. Ne5
7. b3c58. Bb2 Wenn e3-e4 nicht möglich ist, in den Colle-Zuckertort-Aufbau.
7... ... Nbd78. c4
8. f4=
8. Ndf3=
8... ... e69. f3Nxe510. dxe5Nd711. e4?
11. f4=
11... ... Nxe512. Nb3?dxc413. Bxc4Nxc414. Qe2... Ab hier fehlerlos gekämpft, allerdings keine Chance auf irgendein Gegenspiel. 14... ... Nb615. Be3Qe816. Rfd1Bd717. Rac1Bb518. Qf2Rc819. Bd4Bxd420. Qxd4Ba421. Qe5Qf722. Rd3Bxb323. Rxb3Rfd824. Rbc3c625. b4Qd726. Kf2Qd4+27. Qxd4Rxd428. b5Rd629. e5Rd730. bxc6Rxc631. Rxc6bxc632. Rxc6Kf733. Ke3Nd5+34. Kf2Nb435. Rc4Nxa236. Ke3g537. h4Kg638. hxg5Kxg539. f4+... (=) 39... ... Kg640. Rc6Re741. Kd4Nb442. Rd6Nd543. g3Kh544. Rd8Kg445. Rg8+Kf346. Rg5a547. Kc4Ra748. Kb3a4+49. Ka3Ne350. Rg8Nc2+51. Ka2a352. Re8Ra6
52... Rb753. Rxe6Rb2#
53. Rb8Kxg354. Rb3+Kxf455. Rb2Rc656. Rxc2Rxc2+57. Ka1h558. Kb1a2+59. Ka1Rc860. Kxa2Rb8 Aufgabe Weiß. 0-1

Gerhard zu passiv in der Eröffnung läuft in einen Angriff:

12345678abcdefgh
1. e4c62. d4d53. exd5cxd54. Nc3e6 Da hätte ich wohl besser Lb5 gespielt? 5. Nf3Nc66. Bd3Nf67. Bg5Be78. O-OO-O9. Ne2Nb410. c3Nxd311. Qxd3h612. Bh4Nd713. Bxe7Qxe714. Rfe1Re815. Nf4Qd616. g3b617. Re3a518. Rae1Nf619. Ne5Ba6 Da hatte ich angenommen, er zieht die Dame weg und ich könnte dann evtl. den Springer nach e4 ziehen und die Türme blockieren... 20. Nxf7... Autsch... 20... ... Qxf4 Das schien mir am besten, da er mit Sh6+ droht. Hätte ich seine Dame geschlagen, hätte er meine genommen und Turm und Läufer hängen. Den Springer mit dem König zu schlagen erschien mir wegen Dg6+ zu riskant – die Türme hätten den Rest erledigt... 21. Qg6Qf5 Ein völliger Aussetzer – mit Dc7 hätte ich wenigstens weiterspielen können... 22. Nxh6+... Aufgabe Schwarz. 1-0


1 Comment

Rafael · 7. November 2021 at 17:07

Ich finde es toll, dass wir so viele Spieler/innen in der zweiten Mannschaft haben und jeder Mal eine Chance bekommt. Da sind für mich die Ergebnisse auch zweitrangig. Die Erfahrung, die man in der Kreisklasse gegen starke Gegner sammeln kann, ist Gold wert!

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